John McLaughlin (1898 Sharon, MA - 1976 Los Angeles, CA) kann als einer der wichtigsten amerikanischen Künstler der Mitte des 20. Jahrhunderts angesehen werden, obgleich seinem Werk erst zum Ende seiner Laufbahn sowie verstärkt in den letzten Jahren eine ihm gebührende Aufmerksamkeit zuteil wird. Als bedeutendster Vertreter der Hard Edge Malerei Ende der 1950er Jahre, die als Gegenbewegung zur emotional aufgeladenen Farbfeldmalerei der Abstrakten Expressionisten entstanden ist, zeichnen sich McLaughlins Bilder durch eine strenge grafisch-geometrische Komposition weniger Farbflächen aus. Der Künstler nimmt jedoch eine Einzelposition innerhalb dieser Bewegung ein und befasst sich intensiv mit den Lehren des Zen-Buddhismus. In seinen abstrakten Bildern mit ihrer „neutralen Struktur” (John McLaughlin) wird dieser Einfluss in jener Leere sichtbar, die vom Betrachter mit der individuellen Erfahrung des gegenwärtigen Augenblicks zu füllen ist.
